Phyllostachys nigra und Gartenbambus

Phyllostachys nigra ist der sogenannte Schwarzrohr-Bambus, oder man verkauft ihn unter dem deutschen Namen Schwarzer Rohr-Bambus. Der Laie geht nun davon aus, dass diese Art diese sehr dekorativen schwarzen Halme hervorbringt, doch das ist so nicht der Fall.

Phyllostachys nigra

Phyllostachys nigra, Schwarzrohrbambus

Von der oben genannten Art, die eigentlich für den Garten etwas zu starkwüchsig ist (wird bis 10m hoch) gibt es aber einige Unter-Varietäten, mit den verscheidensten Eigenschaften. Meist werden diese auch nicht so gigantisch hoch, also -3-6m.

Von diesen Phyllostachys nigra-Varietäten haben nun zwei Sorten die gewünschte schwarze Halmfärung:

  • Phyllostachys nigra ‚Punctata‘
  • Phyllostachys nigra ‚Mejiro‘

Bei diesen Sorten, die zunächst im Jugendwachstum nur grüne Rohre haben, verfärben sich die Halme erst nach zwei bis drei Jahren dunkel. Folgende bekannte Sorten haben keine schwarzen Halme:

  • Phyllostachys nigra ‚Henonis‘ (nur grün)
  • Phyllostachys nigra ‚Boryana‘ (grün, schwarz gefleckt)
  • Phyllostachys nigra ‚Megurochiku‘ (schwarze Internodien)

Man sollte sich im Garten aber gut überlegen, ob diese Bambus-Arten die geeigneten Pflanzen für die Gestaltung sind, denn diese wüchsigen Schwarzrohr-Bambusse treiben Ausläufer, die man mitunter schwer bändigen kann. Für kleinere Gärten sind die Sorten der Fargesia-Arten dann doch mehr zu empfehlen, weil diese keine Ausläufer bilden und viel kleiner Bleiben (2-3m Höhe).

Fargesia murielae-Sorten

In dieser Gruppe gibt es sogar auch eine Sorte, die dunkle, also schwarzgrüne Halme bekommt: Es ist Fargesia ‚Jiuzhaigou 4‘. Daneben gibt es aber auch sehr schöne, heiter wirkende Formen mit gelben Stängeln, wie Fargesia murieliae ‚Taipan‘.
Oder man schaut beim Gartenbambus mehr auf einen schönen Habitus mit überhängendem Wuchs und nimmt Fargesia murielae ‚Jumbo‘.

Die Sorten der Fargesia murielae sind auch sehr frostunempfindlich. Sie halten noch gut 25°C Kältegrade aus. Phyllostachys nigra bekommt da schon Schäden, wie etwa im Winter 2008/2009, wo sehr viel Bambus erfror. Allerdings regeneriert sich ein Bambus in der Regel nach solch einem Frostschaden und treibt nach einem Totalrückschnitt durch die Rhizome wieder aus.

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