Studie über die Ökobilanz von Naturstein

Fssade eines modernen Gebäudes

Bauprodukte aus Naturstein sind Meister im Energiesparen!

Natursteinfassaden weisen vermutlich deutliche energetische und ökonomische Vorteile gegenüber Glasfassaden auf. Dies zeigt eine Nachhaltigkeitsstudie, die die Ökobilanzen von Naturstein- und Glasfassaden über deren gesamten Lebenszeitraum vergleicht, aufgeteilt in Herstellung, Nutzung und End of Life. Bauprodukte aus Naturstein sind Meister im Energiesparen! Bei der Herstellung von Fassaden- oder Bodenplatten aus Naturstein sind nur etwa fünf Prozent der Herstellungskosten für Energie aufzubringen. Ganz im Gegensatz zu Keramik oder Glas, die in aufwendigen und energielastigen Prozessen gebrannt bzw. geschmolzen werden müssen. Naturstein findet sich als Baustoff hingegen in nahezu fertiger Form in der Natur. Es ist ein im Laufe von Jahrmillionen gewachsenes lebendiges Material, das nach dem Prozess der Gewinnung, Bearbeitung und Verwendung auch wieder problemlos an die Natur zurückgeführt werden kann.

Diese Tatsachen verdeutlicht die Nachhaltigkeitsstudie „Ökobilanzen von Fassaden in Naturstein und Glas“, die das weltweit tätige Beratungsunternehmen PE International für den Deutschen Naturwerkstein-Verband e.V. erstellt hat.
Die Studie analysiert Natursteinfassaden hinsichtlich ihrer ökologischen und ökonomischen Leistungsfähigkeit und vergleicht diese mit Glasfassaden. Die dreiteilige Studie betrachtet die gesamte Ökobilanz der Glas- und Natursteinfassaden, aufgeteilt in Herstellung, Nutzung und Entsorgung, und vergleicht unterschiedliche Fassadenkonstruktionen bezüglich des Verbrauchs von Primärenergie und der Entstehung von Umweltbelastungen. Ökonomische Betrachtungen von Fassadenvarianten mit unterschiedlichen Glasanteilen runden die Studie ab. Die Studie zeigt, dass die massive Bauweise der Natursteinfassade der Glasfassade ökologisch und ökonomisch weit überlegen ist: So verbraucht die Glasfassade von der Wiege bis zur Bahre über einen Zeitraum von 100 Jahren dreimal mehr Primärenergie; auch die Umwelteinwirkungen der Glasfassade sind bis zu viermal höher als die der Natursteinfassade.

Zusammenfassend wird in der Nachhaltigkeitsstudie festgestellt, dass Natursteinfassaden über einen Zeitraum von 100 wie auch 50 Jahren sowohl in der Herstellung als auch in der Nutzungsphase wesentlich weniger Primärenergie als Glaselemente benötigen. Auch die entstandenen Umwelteinwirkungen, wie Treibhausgase, sind bei einer Natursteinfassade um ein vielfaches geringer als bei einer Glasfassade. So muss beispielsweise – über den gesamten Lebenszyklus von 100 Jahren betrachtet – für Glasfassaden mehr als das Dreifache an Primärenergie aufgewandt werden Auch das entstandene Treibhauspotenzial über 100 Jahre ist bei einer Glasfassade um das 2,5-fache höher als bei einer Natursteinfassade. Über 50 Jahre ist der Primärenergieverbrauch der Glasfassadenvariante mehr als das zweifache höher als vergleichbarer Natursteinfassaden.
Die betrachteten Umwelteinwirkungen der Glasfassade liegen zwischen 60% und 175% höher als die der Natursteinfassade.
www.natursteinverband.de 4/2011

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